Sehr illustres Publikum,

Freunde der Schönheit und Ihr, gar teure Stalinisten (denn Euch und niemand sonst sind meine Schriften gewidmet)! Sehr geehrte Restmenschheit, Arbeiter, Bauern, Angestellte, Intellektuelle, Studenten, Schüler, Azubis, Rentner, Arbeitslose, Mongos, Kinder, Neger, Behinderte, Juden, Fidschis, Homos, Ausländer, Beamte, Touristen, Perverse, Satanisten, Psychos, Veganer, Kannibalen, alleinerziehende Mütter, etc. pp., Proletarier. Ich will mich hüten, ungerecht gegen Euch zu schreiben; doch wo ihr irrt oder mit Absicht falsch sprecht und handelt sollt Ihr nicht geschont werden, denn nichts ist verwerflicher als die falsche Rücksichtnahme, die Euch nicht als Gleiche gelten lässt.

Nicht vergessen will ich Euch Klassenfeinde, Rentiers, Arschkriecher, Radfahrer, Asoziale, Untermenschen, Ausbeuter, Herrenreiter, Falschmünzer, Volksverhetzer, Mörder, Kriegsgewinnler, Parasiten, Fernsehpastoren, Soziopathen und Nazis aller Rassen und Couleur. Auch Ihr, Abschaum der Menschheit, seid willkommen! Grämt Euch nicht, wenn Ihr euch getroffen fühlt sondern freut Euch eures Lebens und denkt daran, dass es auch ganz anders sein könnte. Denn in einer wahrhaftig effizienten und vernünftigen Gesellschaft könntet Ihr euch nur noch als Biomasse nützlich machen.

Dieser Blog ist nur eine der unzähligen Varianten des Virus, das im letzten Jahrhundert Tausende wegraffte und nun, wie Pest, Cholera und Pocken in der westlichen Welt chancenlos aussieht. Doch durch die zu großzügige Verbreitung der Antibiotika und die flächendeckende Desinfizierung entstehen Resistenzen. Ich wünsche diesem meinen Virus größte Verbreitung und die schönsten Mutationen. Meine geistigen Ahnen mögen mir beistehen und mich leiten, damit das Werk gut gelinge.

Paul Sikkel, Köln 2013

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